NEU: Thunderbolt Racer "Chickie IV"
Stapellauf und Erstwasserung der "Chickie IV" am 29.06.2008 in Unteruhldingen-Bodensee
Fahrbilder und Fahrbericht
Fahrbericht:
Je länger man(n) sich mit dem Hobby beschäftigt, desto höher werden leider auch die Ansprüche an das Fahrverhalten der Modelle.
Dies trifft natürlich auch für die "Chickie IV" zu. Nach einer sehr langen Bauzeit war es am 29.06.2008 dann soweit. Da ich während dem Bau von allerlei Seiten nicht viel Gutes über die Fahreigenschaften der Chickie IV gehört hatte, kamen bei meinem Modell allerlei Änderungen zum Einsatz, über die ich ja bereits in der Modellbeschreibung berichtet habe.
Nun war ich doch sehr gespannt, ob Heiner Gundert mit seinen Tipps richtig lag. Um eine ideale Trimmung des Modells zu haben, wurden die Akkus im Bootsheck platziert. Sonst liegt der Bug zu tief im Wasser. Durch das breite Heck kann das Modell dies problemlos verkraften.
Bei der Erstwasserung kam auch ein Motor von Plettenberg Typ: HP 355 BM 45 / 4 mit 24 Zellen oder eben entsprechend 8 Li-Fe-Po 4 Zellen zum Einsatz. Vorab kann ich aber schon verraten, dass ich diesen inzwischen durch deinen Motor Typ: HP 355 BM 50 / 6 ersetzt habe, da dieser deutlich besser zum Modell passt.
Aber nun zum Fahrbericht, auf vorsichtiges Gas geben setzte sich die "Chickie IV" ebenfalls gemächlich in Bewegung. Ein kleiner Gasschub mehr, und das Boot kam sofort in die Gleitfahrt und gab ein wirklich schönes Fahrbild ab. Auch die Kurvenlage war genau wie geplant und gewünscht, da ich ja auf jegliche Finnen verzichtet habe. Das Boot neigt sich ins Kurveninnere und läuft auch geradeaus makellos.
Ein schöner Effekt der Kimmleisten am Übergang zwischen Bordwand und Unterwasserschiff ist die scharfe Abrisskante, die eine absolut trockene Bordwand zur Folge hat. Ich glaube ich bin auf dieses Thema von Hanjo Zingsheim und Heiner Gundert stark sensibilisiert worden. Ich sage nur "Rasensprenger";-)
Nun ein bisschen mehr Gas, und die Chickie beschleunigt weiter.... Auch hier ist die Wasserlage in meinen Augen schick. Kein Wippen sondern eine saubere und satte Wasserlage auf der Stufe des Rumpfs. Selbst bei Vollgas sind Kurvenfahrten völlig problemlos möglich.
Einziger kleiner Wermutstropfen des Stapellaufs, nach ca. 15 Minuten Fahrzeit und absoluter Begeisterung über das Modell wurde ich etwas übermütig. Vorbeifahrende Ausflugsschiffe und Jachten auf dem Bodensee machten so schöne Wellen über die sich vortrefflich in spitzem Winkel schanzen ließ...
Eingefundene Zuschauer fand das auch recht lustig. Also ließ ich meine Chickie diese kleinen Fugphasen ein ums andere mal vollführen, zumal sie die Landephase ebenfalls völlig souverän absolvierte. Nur drehte der Motor in der Luft doch recht hoch (der Klang war aber super). Nach der geschätzt zehnten Runde über die Wellen blieb dann meine Chickie beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche abrupt stehen als hätte sie unterwegs einen Anker geworfen. - nichts ging mehr -
So kam ich dann im glücklicherweise schon 19 Grad warmen Bodensee zu meiner Schwimmeinlage, um die Chickie zurück zu holen. - peinlich -
Am Ufer angekommen war ich dann doch recht gespannt, welches Bauteil sich denn nun verabschiedet hatte. Zu meiner großen Freude war es das denkbar beste Bauteil, nämlich nur die Powergrip Kupplung. Das elastische Zwischenstück hatte sich vollständig aufgelöst und war nur noch in winzigen Einzelteilen im gesamten Boot wieder zu finden.
Da ich den Motor nun sowieso ausbauen musste um die Kupplung zu wechseln, habe ich gleich einen passenderen Motor eingebaut.
Von der zweiten Fahrt werde ich an dieser Stelle dann gerne wieder berichten....







